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Weinarten
Weißwein, Rosé, Rotwein, Sekt,… – ein Überblick

Möchte man einen Wein trinken, so stellt sich als Erstes immer die Frage nach der Weinart – nämlich ob man einen beispielsweise einen Rotwein oder einen Weißwein trinken möchte. Doch welche Weinarten gibt es überhaupt und wie genau unterscheiden sich diese?
In diesem Beitrag schauen wir uns die wichtigsten Weinarten einmal an, sodass wir anschließend einen guten Überblick über die verschiedenen Weinarten und deren Besonderheiten kennen.

Die wichtigsten Weinarten an der Mosel bzw. in deutschland sind die folgenden:

Neben diesen wichtigen Kategorien von Wein gibt es auch noch weitere wie beispielsweise Likörweine oder auch Dessertweine.

Weißwein

Trauben der Rebsorte Chardonnay

Weißwein wird in der Regel aus weißen Rebsorten wie Riesling oder Weißer Burgunder hergestellt. Aus diesen hellen Trauben wird nach der Ernte durch Pressen weißer Most und anschließend durch Vergärung Weißwein hergestellt. Aufgrund dieses direkten Ausbaus bleibt die Fruchtigkeit und Spritzigkeit der Trauben erhalten und es entstehen frische, fruchtige und auch spritzige Weine.

Somit zeichnen sich die Weißweine im Allgemeinen durch eine ausgeprägte Frucht sowie eine frische Leichtigkeit aus. Je nach Rebsorte weisen diese eine spritzige Säure wie beim Riesling oder eine angenehme Milde aus wie bei den Burgundern. Die vorhandenen Fruchtaromen sind ebenfalls von der Rebsorte geprägt, so findet man beispielsweise in Riesling-Weinen filigrane Aromen von gelben Früchten wie Pfirsichen, wohingegen ein Gewürztraminer von würzige-fruchtigen Aromen nach Rose und Muskat geprägt ist.
Das spannende an dieser Kategorie ist, dass es neben diesen leichten und frischen Weinen auch kraftvolle Weißweine beispielsweise aus der Rebsorte Chardonnay gibt. Darüber hinaus können Weißweine vor allem der Rebsorte Riesling auch hervorragend reifen, sodass besonders ausdrucksstarke und harmonische Weine entstehen.

Rosé

Trauben der Rebsorte Regent

In dieser Kategorie werden die Besonderheiten von Weiß- und Rotweinen kombiniert, sodass außergewöhnliche Weine entstehen. Diese sind geprägt vom Aroma roter Rebsorten mit der Leichtigkeit und Frische eines Weißweines. Durch die milde Art der roten Rebsorten entstehen auch Weine, die besonders rund, hamonisch und mild sind. Dadurch sind Sie besonders gut für warme Sommerabende geeignet, da diese Weinart gut gekühlt ein wahrer Genuss ist.

Roséweine können aus allen Rotwein-Rebsorten hergestellt werden, wobei diese nicht wir Rotweine auf der Maische vergären, sondern wie ein Weißwein ausgebaut werden, sodass die Leichtigkeit und Fruchtigkeit der Rebsorten erhalten bleibt.

–>Weitere Informationen zur Roséherstellung sowie den Unterschieden zwischen Blanc-de-Noir, Rosé und Rotwein finden Sie in diesem Beitrag.

Rotwein

Trauben der Rebsorte Spätburgunder

Bei der Weinkategorie Rotwein spielt natürlich die Farbe des Weines eine besondere Rolle, da sich diese Weine durch ein schönes, teils dunkeles Rot auszeichnen.

Solche Weine kann man nur aus Trauben herstellen, welche schon natürlicherweise diese roten Farbstoffe – man nennt diese auch Anthocyane – enthalten. Da die Farbe bereits in den Trauben vorhanden ist, erkennt man die roten Rebsorten auch bereits gut an den dunkel gefärbten Trauben.

Durch eine spezielle Ausbauart der Trauben wie beispielsweise eine Maischegärung kann dann die Farbe aus den Trauben in den Most extrahiert werden. Nur wenn die Farbe extrahier und erhalten wird, entstehen farbkräftige, intensive Rotweine. Durch diese Ausbauart werden jedoch nicht nur die Farbstoffe extrahiert, sondern auch die Phenole, sodass nicht nur farbintensive, sondern auch geschmacklich kräftige und voluminöse Weine entstehen. Rotweine zeichnen sich also nicht nur durch ihre schöne dunkle Farbe aus, sondern auch durch einen kräftigeren Körper.

–>Weitere Informationen zur Roséherstellung sowie den Unterschieden zwischen Blanc-de-Noir, Rosé und Rotwein finden Sie in diesem Beitrag.

Schaumwein bzw. Sekt

Bei dieser besonderen Weinart handelt es sich um eine Veredelung der vorhergehenden Weine. Hierbei findet eine zweite Gärung des Weines auf der Flasche statt. Hierbei macht man sich zu Nutzen, dass bei Gärungen natürlicherweise Kohlendioxid (CO2) entsteht. Da die zweite Gärung in einer geschlossenen Flasche stattfindet, kann diese nicht entweichen, sondern löst sich im Wein. Dadurch entstehen bis zu 6 bar Überdruck in der Flasche und das schöne, prickelnde Gefühl beim Trinken und Genießen.

Durch diese zweite Gärung erhalten die Weine aber nicht nur ihre prickelnde Eigenschaft, sondern werden auch besonders rund und harmonisch. Ein weiterer Vorteil dieser Flaschengärung ist, dass dadurch die sogenannte Perlage, also die feinen Bläschen, die im Sekt aufsteigen, besonders klein und feinperlig werden. Dies unterstreicht das besondere Feeling beim Genießen eines Sektes.