Moselblick Weingut Edmund Schedler

Ein Jahr im Weinberg

Im Laufe eines Jahres fallen die verschiedensten Arbeiten im Weinberg an, manche von ihnen muss man durchführen, andere wiederum tätigen wir freiwillig, um die Qualität des Weines zu verbessern.

Hier können Sie von nun an einen Einblick in die Arbeiten in einem Weinberg erhalten und können feststellen, wie viel Arbeit und Mühen in den Weinbau gesteckt werden muss, um ein hochwertiges Produkt zu erhalten.


Der Rebschnitt

Rebschnitt im Weinberg

Wenn nach der Ernte im Herbst alle Blätter von den Reben abgefallen sind und die Winterruhe eingetreten ist, beginnt bei uns die Zeit des Rebschnitts. Hier wird ein Großteil des alten Rebholzes entfernt, sodass – je nach Weinberg – nur ein bis zwei Fruchtruten erhalten bleiben. Über die Länge der Fruchtruten können wir Einfluss auf die Anzahl der Knospen nehmen, was letztendlich den Ertrag des Weinberges und auch die Qualität beeinflussen kann.


Zeit die Reben zu binden

Anbinden der Reben im Weinberg

Nach dem Rebschnitt müssen die verbleibenden Fruchtruten gebunden und so in Form gebracht werden, sodass die typische Form des Rebstockes entsteht. Diese Arbeit muss besonders sorgsam durchgeführt werden, da die Fruchtruten sehr empfindlich sind und gerne einmal abbrechen. Mit dieser Arbeit sollte man bis zum Treiben der Knospen spätestens fertig sein, da ansonsten die Knospen beschädigt werden können.


Pflanzenschutz ist besonders wichtig

biologischer Pflanzenschutz im Weinberg

Nachdem die Knospen der Rebe ausgetrieben sind, können Pflanzenkrankheiten die Rebe befallen und könnten so bis zu einem kompletten Ertragsausfall führen. Vor allem auf Krankheiten wie den echten und falschen Mehltau, oder auch auf verschiedene Schädlinge wie den Traubenwickler ist besonders acht zu geben und bei Bedarf ein gezielter Pflanzenschutz durchzuführen. Aufgrund unseres umweltschonenden Anbaus greifen wir nur auf Pflanzenschutzmittel zurück, welche besonders schonend sind und so Flora und Fauna des Weinberges nicht beeinträchtigen.


Bodenbearbeitung und Düngung

Neben den Arbeiten an der Rebe, muss auch der Boden versorgt und gepflegt werden. In allen unseren Weinbergen haben wir eine Dauerbegrünung angelegt, um so einerseits den Boden vor Erosion zu schützen und andererseits das Bodenleben zu fördern. Zusätzlich gibt es noch andere Vorteile, wie die Erhöhung der Biodiversität im Weinberg. Da die Rebe dem Boden stetig Nährstoffe entzieht, ist eine Erhaltungsdünung für die Nachhaltige Nutzung des Bodens unerlässlich. Regelmäßig lassen wir den Boden analysieren um so gezielt die entzogenen Nährstoffe wieder aufzufüllen und eine Überdünung des Bodens zu vermeiden.


Wasserschosse entfernen

Wasserschosse entfernen

Neben den Knospen an den angebundenen Fruchtruten treiben auch sogenannte schlafende Knospen am Stamm der Rebe. Diese Triebe nennt man Wasserschosse und man kann sie bei älteren Anlagen dazu nutzen, den Stock zu verjüngen. Jedoch sind diese Triebe in der Regel unerwünscht und werden bei uns von Hand weggebrochen.


 

Aufbinden

Aufbinden

Um eine stabile Laubwand zu erhalten, welche optimal die Sonnenstrahlung nutzen kann und an welcher man optimal Pflanzenschutz betreiben kann, müssen die Triebe aufgebunden oder auch geheftet werden. Hierbei werden die zur Seite rausstehenden Triebe innerhalt des Drahtrahmens befestigt, sodass sie gerade nach oben weiter wachsen können. Des Weiteren werden nach dem Aufbinden die Triebe, welche den Drahtrahmen überragen maschinell eingekürzt.


Entlauben

Nach der Rebblüte kann man bereits mit dem Entlauben des Weinberges beginnen. Generell ist das Entlauben von der Blüte bis zur Ernte stets möglich, wobei jeder Termin mehr oder weniger Vor- und Nachteile mit sich bringt. Wir versuchen unsere Anlagen möglichst früh nach der Blüte zu entblättern, damit die Trauben sich bereits an die Sonne gewöhnen können, da auch diese einen Sonnenbrand bekommen können. Außerdem fördert die Besonnung die Ausbildung des Aromas und des Mostgewichtes. Zusätzlich hat man nach dem Entlauben den Vorteil, dass die Rebe besser abtrocknet und der Pflanzenschutz besser in das Innere des Rebstockes gelangt und so Pflanzenkrankheiten besser vorgebeugt werden kann.


Weitere Qualitätsfördernde Maßnahmen

Neben dem Entlauben, führen wir – je nach Weinberg – noch weiter qualitätssteigernde Maßnahmen vor. So neigen beispielsweise unsere Burgunder-Sorten zu einem doppelten Austrieb der Knospen, was generell die qualität mindert, sodass wir diese doppelten Austriebe recht früh nach dem Austrieb entfernen gehen. Des Weiteren entfernen wir – je nach Traubenanzahl des Stockes – ganze Trauben, um so die Nährstoffversorgung der verbleibenden Trauben zu verbessern und so die Qualität zu steigern. Eine weiter Möglichkeit auf die Qualität Einfluss zu nehmen, ist die Grünlese, bei der man vor der Ausreifung der Trauben diese quasi schon erntet um so auch die restlichen Trauben besser zu versorgen.


Traubenlese

Traubenlese

Zu Guter letzt werden die Trauben von uns per Hand geerntet, da dies besonders schonend für die Trauben ist und so die Möglichkeit besteht, Trauben oder auch Traubenteile welche nicht den hohen Qualitätsansprüchen genügen per Hand auszusortieren. Nach der Ernte werden die Trauben zum Weingut transportiert und dort zu Wein verarbeitet.